Der Antrag zielt darauf ab, die private Vermögensbildung und Altersvorsorge in Deutschland zu stärken. Dazu sollen steuerliche Anreize für Aktieninvestitionen geschaffen, ein staatlich gefördertes Aktienvorsorgekonto eingeführt und die finanzielle Bildung ausgebaut werden.
Konkret fordern wir:
- Steuerliche Förderung der Aktienkultur:
Abschaffung der Abgeltungsteuer und Einführung einer progressiven Kapitalertragsteuer (5 % bis 25.000 €, 10 % bis 75.000 €, 15 % darüber), Abschaffung von Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer auf Kapitalerträge, Erhöhung des Sparer-Pauschbetrags auf 5.000 € pro Person bzw. 10.000 € für Ehepaare sowie verbesserte Möglichkeiten zur Verlustverrechnung für private Anleger. - Einführung eines staatlich geförderten Aktienvorsorgekontos („Deutschland-Aktiensparplan“):
Automatische Kontoeröffnung für Volljährige mit Opt-Out-Möglichkeit, Anlage in einen kostengünstigen globalen Aktienfonds, volle Vererbbarkeit des Kapitals, steuerliche Absetzbarkeit von Einzahlungen bis 5.000 € jährlich sowie flexible Auszahlungsoptionen als Kapital oder Rente zur Ergänzung der gesetzlichen Rente. - Stärkung der finanziellen Bildung:
Aufbau einer staatlichen digitalen Plattform „Finanzplatz Deutschland“ mit Börsensimulator und Lernmodulen sowie Einführung verbindlicher Finanzbildung in Schulen mit bundesweiten Mindeststandards und einem Pflichtmodul zu privater Vermögensbildung und Altersvorsorge ab der 9. Klasse.